Rhein-Main-Bündnis

gegen Sozialabbau und Billiglöhne

An die Teilnehmer der Rentenkonferenz vom 28. Januar 2017 und weitere Interessierte.

05/03/2017 (Rente)

Liebe Konferenzteilnehmer,

wir haben zu Ende der Konferenz beschossen, am 11. 03. 2017 eine Nachfolgekonferenz durchzuführen. Das ist notwendig geworden, weil wir in der kurzen Zeit das Thema nicht zu Ende bringen konnten. Ziel war es, mit den Beteiligten zu einem Aktionsbündnis für eine andere, die Interessen der Werktätigen vertretende Rentenpolitik, zu kommen.  Wir haben dazu eine Plattform vorgelegt. Die wurde teilweise besprochen, aber noch nicht verabschiedet. Auch hatte das Bündnis noch keinen Namen. Der sollte noch gefunden werden. Es wurde der Vorschlag gemacht, ein Flugblatt zu erstellen, das noch einfacher als die Plattform unsere Position erklärt und zu Handlungen aufruft. Es sollte abgeklärt werden, welche Chance für breitere Bündnisse besteht.

Daraus ergibt sich die Tagesordnung für die Folgekonferenz:

1. Plattform. Diskussion und Verabschiedung

2. Name des Bündnisses

3. Flugblatt des Bündnisses

4. Aktionen des Bündnisses

5. Information über die Zusammenarbeit mit anderen Bündnissen und Initiativen

6. Weitere Aufgaben

Als Materialien versenden wir: Die überarbeitete Plattform, einen Vorschlag für das Flugblatt des Bündnisses und darin enthalten für den Namen des Bündnisses. Vorschlag Unterschriftenliste.

Bei Punkt 5 wird interessant sein, was bei der IG-Metall beschlossen wird. Die veranstaltet am 24. Februar in Berlin eine Funktionärskonferenz zur Rentenkampagne. Kräfte innerhalb der IG-Metall befürworten eine zentrale Demonstration. Ob sie sich durchsetzen, ist unklar. Von den Beschlüssen wird weitgehend abhängen, was die Gewerkschaften tun werden. Wir werden davon berichten. Weiter werden wir berichten, was aus den Gesprächen mit der Initiative gegen Altersarmut und Rentenwatch geworden ist. Gegebenenfalls sollten wir diesen Tagesordnungspunkt an die erste Stelle setzen.

Wir hoffen auf gute Beteiligung


Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne

Termin: 11. 03. 2017
Zeit:       12.00 bis 17.00
Ort: Frankfurt a.M. Bleichstraße 38a (Räume der GEW)

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Wir wollen eine Rente, die zum Leben reicht

05/03/2017 (Rente)

842 Euro -  ist die Durchschnittsrente im Jahr 2015. Das reicht nicht hin und nicht her. Nach dem Willen der Regierenden soll sie noch tiefer sinken, auf 742 Euro im Jahr 2030. Im Vergleich der europäischen Staaten liegt Deutschland, was das Verhältnis der Nettolöhne zu den Renten betrifft, an drittletzter Stelle. Eine große Zahl von RentnerInnen ist in Zukunft von Altersarmut bedroht. Wer  weniger als den Durchschnittslohn von 17 Euro pro Stunde verdient, wer nicht ununterbrochen Arbeit hat und wer länger in Teilzeit arbeiten muss, wird es nicht schaffen, eine Rente zu erzielen, die über 1033 € liegt, der Schwelle an der offiziell Armut droht. Das zeigt die folgende Tabelle.

Stundenlohn

Nettorente nach 40

Arbeitsjahren

Arbeitsjahre für eine

Nettorente von 1.000 Euro

8,84 € (Mindestlohn)

543,40 €

73 Jahre

10,00 €

614,54 €

65 Jahre

12,00 €

737,80 €

54 Jahre

15,00 €

922,15 €

43 Jahre


Alle Parteien, die ab 1990 regierten, haben das Rentensystem mit ihren Reformen bewusst zerstört. Ohne ihre Reformen müssten die Renten heute  um 30 Prozent höher sein. Diese Leute werden nichts dafür tun, um die Lage der Rentner zu verbessern. CDU/CSU, FDP und AfD haben sich klar gegen jede Änderung ausgesprochen.

Die SPD wird im Wahlkampf zwar behaupten, dass sie für Änderungen eintritt. Aber Frau Nahles will die Rente bei einem Niveau von 46 % des Nettolohns ohne Steuern festschreiben, das sind dann 793 Euro. Zwei Euro weniger als das staatlich anerkannte Existenzminimum von 795 €. Das ist ihre Haltelinie. Durch Zusatzversicherungen sollen die Werktätigen die “Versorgungslücke“, so nennt sie das, mit Riester-Renten und Entgeltumwandlungen in den Betrieben ausgleichen.

Die Grünen werden immer das mitmachen, was ihnen ihr Koalitionspartner vorschreibt.

Von der Initiative dieser Parteien haben die Werktätigen nichts zu erwarten. Sie müssen ihr eigenes Programm entwickeln und für dessen Durchsetzung aktiv werden. Nur so kann Druck auch auf Parteien erzeugt werden.

Wir schlagen dazu folgende Programmpunkte vor:

  • Die Rente muss den Lebensstandard im Alter sichern. Mindestens 70 Prozent des Nettolohns sind dazu erforderlich.
  • Diese Rente muss mit 40 Arbeitsjahren erwirtschaftet werden können.
  • Eine Mindestrente von 1.000 € netto muss eingeführt werden, um Altersarmut zu vermeiden.
  • Der Rentenzugang muss ohne Abschläge mit 60 Jahren möglich sein.

Die Ziele sind nur zu erreichen, wenn die ganze Gesellschaft zur Finanzierung der Renten herangezogen wird. Es ist nicht hinzunehmen, dass ganze Bevölkerungsgruppen ohne Beiträge zu erbringen hohe Alterseinkünfte bekommen und einzelne, wie der ehemalige VW – Chef Winterkorn, sogar 100.000 €  im Monat kassieren. Alle Bürger müssen verpflichtet werden Rentenbeiträge aus allen ihren Einkommen zu entrichten. Die Rentenhöhe ist nach oben zu begrenzen. So lassen sich höhere Renten für Werktätige und die Mindestrente  sicher finanzieren.  Deswegen

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Einladung zur einer Rententagung

29/11/2016 (Allgemein)

Bitte weiterverbreiten!

Einladung zu einer Rententagung

Liebe Mitstreiter und Mitstreiterinnen,

Die gravierendsten Zerstörungen des Sozialsystems durch die Hartz IV Gesetze wurden durch die
radikalen Einschnitte in die Arbeitslosenversicherung und die Rentenversicherung bewirkt.
Während die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe und deren Ersetzung durch die viel zu niedrige
Grundsicherung sofort sichtbar wurde, vollzieht sich der Abbau der Renten über einen länger
laufenden Prozess. Inzwischen wird aber das Elend, das vielen Millionen droht, deutlich sichtbar.
Allein im letzten Jahr sind die staatlichen Ausgaben für die Grundsicherung von Rentnern um 8,5
Prozent gestiegen. Im Verhältnis zu 2011 schon insgesamt um 35 Prozent ( FAZ 11.10.2016). Das
ist erst der Anfang einer sich beschleunigenden Entwicklung. Die durchschnittliche Neurente betrug
2015 nur noch 730 Euro und sie soll noch weiter sinken. Gleichzeitig soll die Lebensarbeitszeit
weiter angehoben werden. Diese Entwicklung stößt in der arbeitenden Bevölkerung auf Wut und
breite Ablehnung. Die Herrschenden spüren das und wollen mit „Reförmchen“ die Stimmung
beruhigen. Gleichzeitig wollen sie das Rententhema aus dem Wahlkampf heraus nehmen.

Diesen Gefallen dürfen wir ihnen nicht tun. Das Rentendesaster muss intensiv thematisiert und den
Herrschenden um die Ohren gehauen werden. Das wird von vielen Mitstreiterinnen und Mitstreitern
in sozialen Bewegungen gesehen und erste Zusammenschlüsse beginnen sich zu bilden.

Das Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne hat seit 2012 das Rententhema immer
wieder intensiv diskutiert. Wir sehen im Augenblick eine echte Chance, starken Druck von unten
aufbauen zu können. Das kann aber nur gelingen, wenn viele gemeinsam an einer solchen
Kampagne unter einheitlichen Forderungen mitwirken.

Deswegen laden wir Euch zu ein einer gemeinsamen Konferenz zur Beratung ein:

Am Samstag, den 28. Januar 2017 ab 12.00 Uhr in Frankfurt a.M. in den Räumen der GEW
Frankfurt in der Bleichstraße 38a (Nähe Eschenheimer Tor) 60313 Frankfurt a.M.
Ziel sollte sein ein Bündnis zu schließen, das unter gemeinsamen Losungen intensiv in den
Bundestagswahlkampf eingreift.

Unser Kernforderungen sind:

  • Mindestrente von 1.000 Euro netto, bzw. 1100 Euro brutto
  • Nettorente nach 40 Erwerbsjahren in Höhe von mindestens 70 Prozent der letzten Nettolöhne
  • Rentenzugang ab dem 60.Lebensjahr

Diese Forderungen haben wir in einem Flugblatt dargelegt, das wir der Einladung beilegen. Wir
teilen diese Forderungen nur als Orientierung mit. Die Diskussion über Forderungen soll ganz offen
sein.

Bitte teilt uns bis 20.12. 2016 mit, ob ihr an der Tagung teilnehmen könnt und mit wie vielen
Personen ihr kommt.
Anmeldung an: Michael Köster, Schumannstr. 51, 60325 Frankfurt am Main, Telefon: 069-740169,
E-Mail: d.v.s@t-online.de

Frankfurt, den 07. 11. 2016
Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne

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,,Wer Renter quält, wird nicht gewählt”

29/11/2016 (Rente)

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Das Rentenelend nimmt seinen Lauf

02/10/2016 (Rente)